
Rote Teufel stehen vor einem Wochenende der Kontraste – Sonntags-Highlight gegen Frankfurt
„Das sind die Spiele, die wir wollen. Wir freuen uns auf den Sonntag.“ Frank Carnevale kann es kaum erwarten, bis die Frankfurter Löwen endlich ins altehrwürdige Colonel-Knight-Stadion kommen. Natürlich soll den zuletzt recht erfolgreichen Mainstädtern in der Kurstadt die Krallen gestutzt werden. Los geht das immer junge Hessenderby gegen den alten Rivalen am Sonntag um 18.30 Uhr. Doch bevor unsere Jungs den Frankfurtern zeigen, dass das beste Eishockey noch immer in der Kurstadt gespielt wird, kommt es am Freitagabend ab 20 Uhr im Maxilce Hamm zu einem Auswärtsspiel beim Schlusslicht der Oberliga-Endrunde-West.
Hammer Eisbären – EC Bad Nauheim (Freitag, 20 Uhr/ Maxilce Hamm): Bislang konnten die Gastgeber in der laufenden Endrunde aus fünf Spielen keinen Zähler ergattern. Für unseren Trainer Frank Carnevale ist daher ein Sieg Pflicht: „Wir wollen die drei Punkte mitnehmen. Das ist natürlich das Wichtigste. Aber mir ist es genauso wichtig, dass die Jungs gesund bleiben und sich keiner verletzt. Das steht ganz oben als Ziel für dieses Spiel.“ Die von Larry Suarez trainierten Eisbären mussten sich zuletzt dem Krefelder EV 81 klar und deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Dabei zeigten die Westfalen zunächst eine starke Leistung und kamen nach einer Vorarbeit von Vjacheslav Tokarev zur Führung von Matthias Potthoff in der sechsten Minute. In dieser guten Anfangsphase zeigten die Eisbären ihre wohl größte Stärke – die gute Einstellung und das große Kämpferherz. Denn obwohl ein Virus innerhalb der Mannschaft wütete, schafften die Hammer es, einigermaßen mitzuhalten. Vor allem Rotislav Kosarek im Eisbären-Tor bestach durch eine gute Leistung.EC Bad Nauheim – Löwen Frankfurt (Sonntag, 18.30 Uhr/ Colonel-Knight-Stadion Bad Nauheim): Die Löwen twitterten nach unserer Niederlage in Kassel und sprachen von einer „Packung“. Eine Niederlage der Frankfurter in Bad Nauheim wäre hingegen weniger peinlich, denn bei den Teufeln kann man mal verlieren! Damit es zum anvisierten Heimsieg gegen die Löwen mit ihrem außergewöhnlichen Trainertyp Frank Gentges kommt, muss aber aus Sicht der Roten Teufel alles passen. Und leider hat Frank Carnevale vor dem Prestigederby nicht nur gute Nachrichten parat: „Wir hatten eine verrückte Woche mit vielen kranken Spielern. So etwas schüttelt man nicht einfach so ab. Ich weiß, dass die Fans das nicht hören wollen, aber leider sind das die Fakten.“ Vor allem unser Goalie Thomas Ower hatte es mit einer schweren Grippe so richtig erwischt und konnte kaum trainieren. Bleibt nur zu hoffen, dass er bis Sonntag wieder genügend Kräfte gesammelt hat, um sich den Löwen-Angriffen mit seiner gewohnten Reaktionsschnelligkeit entgegenzuwerfen. Falls nicht, hat Carnevale genug Vertrauen in Jungspund Niklas Deske: „Er wird das schon machen. Da habe ich keine Sorgen.“ Bei mehr als zehn kranken Spielern bleiben wohl bis zum ersten Bully mehrere Fragen offen. Nichtsdestotrotz gilt es, den 4500 Fans im fast ausverkauften Stadion im Kurpark eine gute Show zu bieten. „Das ist unser Ziel. Wir wissen wie wichtig das Spiel für die Fans und auch für unsere Saison ist. Wir werden alles geben“, verspricht Carnevale, der sich nicht unbedingt auf das Wiedersehen mit Löwen-Coach Frank Gentges freut. Das sieht auch Gentges so: „Zu den Dingen außerhalb des Eis muss ich mich nicht äußern.“ Immerhin hat der impulsive Übungsleiter der Löwen ein Lob für die Teufel parat: „Für mich ist Bad Nauheim die stärkste Mannschaft der Liga.“ Nach Punkten trifft das in der Endrunde bislang auf die Löwen zu. Alle sechs Spiele konnten durch die Frankfurter gewonnen werden. Für die Mainstädter ist die Partie am Sonntag nicht das einzige Derby am Wochenende. Bereits am Freitagabend ab 19.30 Uhr steht das ehemalige DEL-Duell gegen die Kassel Huskies auf dem Programm. „Ein sehr schweres Wochenende“, sagt Gentges: „In den Derbys werden wir von der ersten bis zur letzten Sekunde gefordert sein.“ Verzichten müssen die Frankfurter wohl auf die Verletzten Steven Bär und Manuel Neumann.
Martin Lee verlässt die Roten Teufel
Auch die „Roten Teufel“ müssen auf einen wichtigen Spieler verzichten. Aber leider für den Rest der Saison. Denn Martin Lee ist bereits am Mittwochmorgen von Frankfurt aus zurück nach San Francisco geflogen und wird nun wieder für die San Francisco Bulls in der ECHL auf dem Eis stehen. Der Klub hatte Lee mit sofortiger Wirkung zurückgerufen. Derzeit läuft die Suche nach adäquatem Ersatz auf Hochtouren.
Sonderaktion rund um das Frankfurt-Spiel
Verfeinert wird der sportliche Leckerbissen gegen die Löwen durch zwei Sonderaktionen. Zum neuen Jahr ist „Dein Handy“ der neue Hauptsponsor der Roten Teufel, weswegen neue Trikots für die Mannschaft geordert werden musste. Nun werden die alten Trikots aus der ersten Saisonhälfte am Sonntag zwischen 17 und 18 Uhr vor dem Nachwuchsheim (Block B) versteigert. Zudem werden die ersten 100 Liter Bier in der Bude „EC-Treff“ kostenlos ausgeschenkt (Becherpfand bleibt bestehen). Ab 18:30 Uhr heißt es dann „Auf geht’s Nauheim kämpfen und Siegen“.
(js)
















